Kurzinfo


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Kurzinformation zum Film

Looking For Richard


Originaltitel: Looking For Richard
Regie: Al Pacino
Darsteller: Penelope Allen, Al Pacino, Alec Baldwin, Aidan Quinn

USA 1996, Originalfassung mit deutschen Untertiteln

startet am 30.1.1997 im Verleih der Twentieth Century Fox


Inhalt:

Als Al Pacino Ende der siebziger Jahre amerikanischen Collegekids das Genie, das Wunder William Shakespeare nahezubringen versuchte, merkte er schnell, daß er sie anders als mit dessen Texten ködern mußte. Wenn er sich ganz einfach mit ihnen unterhielt, hörten sie zu; wenn er ihnen Hintergrund und Geschichte der Dramen erklärte, lauschten sie gebannt. Und wenn er sie dann gepackt hatte, las er Szenen vor - und auch jetzt hörten sie ihm zu. Gespannt, aufmerksam und betört. Shakespeare zum Anfassen - und nicht zum Angstmachen.

So ähnlich würde er ihnen "Richard III.", Shakespeares meistgespieltes Stück, in groben Zügen und mit einfachen Worten beschreiben: Richard, der bucklige Herzog von Gloster, ist abgrundtief häßlich, aber von überragender Intelligenz. Alles, was er macht, ordnet er dem Ziel unter, die absolute Macht mit der Königswürde zu erringen - auch wenn er durchschaut, wie skrupellos er dabei vorgeht. Jedes Mittel ist ihm recht: Lug und Trug und Mord. Und immer wieder gelingt es ihm, seine Umwelt für sich zu gewinnen. Wie er Anna umgurrt, die junge Trauernde, deren Mann er gerade ermorden ließ! Wie er sich ausliefert, scheinbar erniedrigt, wie er bettelt - bis er sie hat. So geht es vielen mit ihm.

Oder so: seinen Bruder George, den Herzog von Clarence, läßt er umbringen, König Heinrich VI., Ehemann von Anna, und dessen Sohn ließ er bereits beseitigen. Und als Eduard IV., der Nachfolger Heinrich VI., auch noch stirbt, steht ihm nichts mehr im Weg. Heuchlerisch läßt er sich zur Annahme der Königskrone drängen. Doch er hat noch nicht genug: Als sein Mitwisser Herzog von Buckingham vor weiteren Bluttaten zurückschreckt, läßt er auch den enthaupten. Um seine Macht zu stabilisieren, entledigt er sich seiner Frau Anna und wirbt bei Königin Elisabeth um die Hand ihrer Tochter.

Und dann ist Krieg. Zum ersten Mal plagen Richard Gewissensbisse, er weiß selbst, daß er die Ursache seines Untergangs ist, trotzdem stellt er sich mutig und entschlossen dem Kampf. Er fällt. Denn er hatte kein Pferd - auch wenn er ein Königreich dafür hergeben wollte. Verstanden?

Die Engländer, die sich häufig als Kenner des großen Genies Shakespeare aufspielen, betonten immer mal wieder, daß die Amerikaner keinen Zugang zu ihm haben könnten. Schon der rohen hastigen Aussprache wegen. Und woher denn auch. Ihnen fehlt es an Geschichte. Das muß Al Pacino im Kopf gehabt haben, als er schließlich auf Manhattans Straßen zog, um sich zu erkundigen: "Kennt ihr Shakespeare? Was wißt ihr von ihm?" Die Ausbeute - so dünn und dürftig sie war, weil einer zwar die Bedeutung vom Sein und Nichtsein erkannt hatte, das Zitat jedoch nicht einmal zuordnen konnte; viele die Köpfe schüttelten, einige etwas wußten, aber nicht mehr - diese Ausbeute beflügelte ihn: Ich werde es ihnen zeigen. Natürlich hatte er Angst: "Das war von anderen Schauspielern schon so wunderbar gespielt worden - vor allem von Laurence Olivier. Ich wußte nicht, wie ich das überhaupt schaffen konnte. Was wäre mein Beitrag?"


Weitere Informationen zur deutschen Version gibt es bei [foxfilm].


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