Kurzinfo


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Kurzinformation zum Film

Basquiat


Originaltitel: Basquiat
Regie: JULIAN SCHNABEL
Darsteller: Jeffrey Wright, David Bowie, Dennis Hopper, Christopher Walken, Tatum O'Neal, Courtney Love

USA 1996, 106 Minuten

startet am 12.12.1996 im Verleih der Kinowelt


Inhalt:

BUILT A FORT, SET IT ON FIRE

Anfang der 80er Jahre tauchen an den Häusern New Yorks Graffitis eines gewissen SAMO auf. Hinter dem Signet versteckt sich der knapp 20-jährige Schwarze Jean-Michel Basquiat (Jeffrey Wright), Sohn eines haitianischen Vaters und einer Mutter aus Puerto Rico. SAMO ist von zuhause ausgezogen, lebt in den Straßen New Yorks, verkauft handgemalte Postkarten und T-Shirts. Einmal schafft er es, sogar dem berühmten Andy Warhol (David Bowie) einige Karten zu verkaufen, der in seiner bekannten Sparsamkeit sich das Geld vom Schweizer Galeristen Bruno Bischofberger (Dennis Hopper) ausleiht. Später wird SAMO beide kennenlernen.

Doch SAMO's spritzige Poesie entdeckt der Museumskurator Henry Geldzahler (Paul Bartel), und die italienische Galeristin Annina Nosei (Elina Lowensohn) stellt ihm ein Kelleratelier, Farbe und Leinwand zur Verfügung. Sie hatte den richtigen Riecher: Der Jargon der Straße ist in der New Yorker Kunstszene angesagt; Basquiats neoexpressionistischer Malstil, seine nicht leicht entschlüsselbaren Bild- und Wortfetzen bringen neuen Wind in die Galerien. Schnell wechselt der schwarze Maler von der Straße in die hochkarätigen Galerien - die bekannte Kunsthändlerin Mary Boone (Parker Posey) nimmt sich seiner nun großformatigen Leinwände an; auch Bruno Bischofberger ist von seinem "intuitiven Primitivismus" fasziniert; er verkauft ihn in Europa, wird sein Förderer.

Szene Basquiat wird der Big Black Painter, verdient immenses Geld und kann sich nun alles leisten: Atelier, Nobelrestaurants, Kaviar, Frauen ... Doch der Kaviarverkäufer zweifelt, ob der runtergekommene Schwarze mit dem wilden Haar seinen Einkauf auch bezahlen kann. Dem alltäglichen Rassismus der Weißen begegnet Jean-Michel überall. Steckt in der Wertschätzung des jungen Exzentrikers seitens der weißen Kunstszene nicht auch eine Portion von diesem Rassismus? Basquiat stürzt sich in die Arbeit und in die Drogen. Dienten sie der Inspiration oder der Flucht aus einer Welt, die ihn restlos vereinnahmte? Seine hübsche Freundin Gina (Claire Forlani) legt er bald ab; er genießt die Frauen, die ihn nun umschwärmen. Beispielsweise läuft ihm Big Pink (Courtney Love) über den Weg. Auch die etablierten Künstler beginnen, ihn zu akzeptieren. Mit dem großen Andy Warhol entwickelt sich eine enge Freundschaft. Sie treffen sich zu gemeinsamen Arbeitssitzungen, bei denen sie die gleiche Leinwand bemalen. Basquiat lernt von Warhol, beginnt, sich mit Siebdruck zu beschäftigen; Warhol fängt wieder an, mit Pinsel und Farbe zu zeichnen.

Während Andy jenseits des Zenits seiner Karriere eine gefestigte Persönlichkeit ist, wird Jean-Michel von Einsamkeitsgefühlen, Selbstzweifeln, selbstzerstörerischen Visionen überrollt. Basquiats Kunst ist zur Markenware geworden. Er kann den Vermarktungsapparat nutzen, aber geht an ihm auch zugrunde. Am 12. August 1988 starb Jean-Michel Basquiat an einem Drogengemisch, ein Jahr nach dem Tod seines Freundes Andy Warhol.


Weitere Informationen zur deutschen Version gibt es bei [Kinowelt].
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