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Himmelskinder
Produktionsnotizen
Obwohl der Film oberflächlich besehen eine Geschichte über
die Armut zu sein scheint, lag es Majidi sehr am Herzen, daß
seine Figuren trotz ihrer Armut ihre Würde behielten. Majidi
wollte in erster Linie eine Geschichte über die Freuden
der Kindheit erzählen.
Die Darstellung der Armut steht in der Tradition einiger gefeierter
internationaler Filme, die von Vittorio De Sicas neorealistischem
Klassiker Ladri di Biciclette (Fahrraddiebe,
Italien 1948) und Ermanno Olmis Meisterwerk L'Albero degli
Zoccoli (Der Holzschuhbaum, Italien 1977) reichen
und die Würde arbeitsloser oder bäuerlicher Menschen
beschreiben - bis hin zu Lasse Hallströms Chronik einer
entbehrungsreichen Kindheit in Mitt Liv Som Hund
(Mein Leben als Hund, Schweden 1985) und Bille Augusts
Pelle Erovraren (Pelle, der Eroberer, Dänemark,
Schweden 1987), einer Geschichte über Arbeiter, die nach
Amerika auswandern.
Es gestaltete sich als durchaus schwierig, an das nötige
Kapital für Himmelskinder heranzukommen, teilweise
schon deswegen, weil der Film von verarmten Menschen im Iran
handelt. So lehnten etliche staatliche Agenturen Majidis Bitte
um Unterstützung ab, bis jedoch endlich 'The Institute for
the Intellectual Development of Children and Young Adults' ('Das
Institut für die geistige Bildung von Kindern und jungen
Erwachsenen') das Filmvorhaben produzierte.
Majidi filmte zum ersten Mal in vorwiegend städtischer
Umgebung. Himmelskinder wurde innerhalb von siebzig
Drehtagen in lärmenden Straßen und schmalen Gassen,
in kleinen Läden, bevölkerten Schulhöfen und weitläufigen
Erholungsparks sowie in armen wie auch wohlhabenden Stadtvierteln
gedreht. Dabei achtete Majidi sorgfältig darauf, Drehorte
zu wählen, die am besten mit den Eigentümlichkeiten
der im Mittelpunkt des Films stehenden Familie harmonierten.
Im Iran war der Film ein Kinokassenschlager und ein großer
Erfolg in den Schulen.
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